Ansicht vorne
Inv. Nr.S-2314
KünstlerFranz Riedlgeb. 1976 in Bad Ischl, Österreich
Titel

"Erste Bank Budapest (Skizze)"

aus der Serie "Architekturerweiterungen"
Jahr2013
Technik

Tusche auf Fotokopie

Bildgröße30 x 40 cm
Auflageunique
Kommentar

Ausgehend von einer klassischen s/w-Architekturfotografie etwa der Bauhaus-Zeit entwickelt Farnz Riedl eine Kombination aus Fotografie und Zeichnung. In der Suche seiner fotografischen Motive interessiert sich Riedl vornehmlich für eine "banale" Architektur der 1960er und 1970er Jahre, die Monotonie und sterotype tektonische Konzepte auszeichnet. Das Gefüge von Horizontal und Vertikal, sowie die markante Konturierung von Baukörpern animieren den Künstler, diesen Strukturen nachzugehen und sie in feiner, freihändiger Rasterzeichnung weiterzudenken.
(Margit Zuckriegl, 2019)

In der Serie "Architekturerweiterungen" (2012) nimmt die Bezugnahme auf den Raum we- niger Bedeutung ein. Im Vordergrund steht eine mehr selbstreflexive Auseinandersetzung. Fotografisch festgehalten sind zumeist Gebäude, die der Geldwirtschaft dienen, wie etwa Finanzämter, Banken und Versicherungen. Es sind strenge Bauten der 60er und 70er Jahre, deren Architektur scheinbar auf deren inhaltliche Aufgabe verweisen. Oft sind es architektoni- sche Details wie Fensterkanten oder Lichtlamellen, die den Eindruck entstehen lassen, dass sich das Gebäude potentiell unendlich fortsetzen ließe. Riedls Kunstgriff besteht darin, dass er die Architektur der Bauten in einer Art „Bild-Redaktion“ aktualisiert, indem er etwa deren Fensteranordnung zeichnerisch weiterführt. Diese Korrelation von „Innen“ und „Außen“ wird in einigen Arbeiten zusätzlich intensiviert, indem die Zeichnung gleichzeitig an die Silhouette eines Berges wie auch an eine Statistikkurve erinnert.
(Franz Riedl)

S-2314, "Erste Bank Budapest (Skizze)"
Franz Riedl, "Erste Bank Budapest (Skizze)", 2013
S-2314, Ansicht vorne
© Franz Riedl / Bildrecht, Wien