"Siena - il duomo"
Gelatinesilberabzug
rückseitiger Stempel
Aufnahme aus einem Konvolut touristischer Fotografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, herausgegeben von italienischen Tourismusverbänden. Für die Bewerbung des Reiselandes wurden häufig hochwertige Arbeiten namhafter Ateliers genutzt, wie etwa der Brüder Alinari. Mit dem westdeutschen Wirtschaftswunder der 1950er Jahre wandelten sich diese Sehnsuchtsbilder zur Realität: Steigender Wohlstand und mehr Freizeit machten den Urlaub zum Statussymbol. Italien, insbesondere die Riviera und die Adria, wurde zum Sehnsuchtsort Nummer eins. Mitte der 1950er Jahre reisten bereits 4,5 Millionen Deutsche über die Alpen – der Beginn des modernen Massentourismus.1
Der Dom von Siena zählt zu den bedeutendsten Meisterwerken der gotischen Architektur in Italien. Das im 13. Jhd. auf den Grundmauern einer älteren Kirche errichtete und im 14. Jhd. vollendete Bauwerk besticht durch seine monumentale, polychrome Fassade aus weißem, grünem und rotem Marmor. Ein absoluter Höhepunkt der dreischiffigen Basilika ist die markante Streifung der Außenmauern sowie der fast 77 Meter hohe, im romanischen Stil errichtete Campanile. Die monumentale Gesamtanlage verkörpert in ihrer prachtvollen Ausführung den einstigen Wohlstand und den künstlerischen Ehrgeiz der toskanischen Stadtrepublik auf dem Höhepunkt ihrer Macht.
(Christoph Fuchs)
Anmerkung
1
"Geteiltes Deutschland: Modernisierung. Bundesrepublik im Wandel. Tourismus", Lebendiges Museum online, Deutsches Historisches Museum, https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/tourismus.html (aufgerufen 26.6.2026)





















































![S-3111, Achille Villani & Figli, "Ravenna. [Sar]cofagi che [la] tradizione [at]tribuiva [a Galla Pla]cidia, mer[avi]glio[samen]te i[ll]uminati. La lune[tta mostra s]una gra[ticola e il] martir[e S. Lorenzo]", 1950er](/y/images/Hauptansichten/S_3111_full.jpg)

