"Galluzzo (Firenze). La Certosa"
Gelatinesilberabzug
rückseitiger Stempel
Aufnahme aus einem Konvolut touristischer Fotografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, herausgegeben von italienischen Tourismusverbänden. Für die Bewerbung des Reiselandes wurden häufig hochwertige Arbeiten namhafter Ateliers genutzt, wie etwa der Brüder Alinari. Mit dem westdeutschen Wirtschaftswunder der 1950er Jahre wandelten sich diese Sehnsuchtsbilder zur Realität: Steigender Wohlstand und mehr Freizeit machten den Urlaub zum Statussymbol. Italien, insbesondere die Riviera und die Adria, wurde zum Sehnsuchtsort Nummer eins. Mitte der 1950er Jahre reisten bereits 4,5 Millionen Deutsche über die Alpen – der Beginn des modernen Massentourismus.1
Die Certosa di San Lorenzo di Galluzzo bei Florenz zählt zu den monumentalsten Klosteranlagen der Toskana. Das im Jahr 1341 von dem florentinischen Staatsmann Niccolò Acciaioli gestiftete und über Jahrhunderte erweiterte Kloster der Kartäuser vereint wehrhafte Architektur mit Elementen der Renaissance. Die auf einer Anhöhe errichtete Anlage besticht durch ihre weithin sichtbare, im 16. Jhd. umgestaltete Kirchenfassade und den eleganten Campanile. Im Inneren des weitläufigen Komplexes befinden sich bedeutende Kunstwerke, darunter die Fresken von Pontormo im großen Kreuzgang sowie die monumentalen Grabmäler der Stifterfamilie in der Krypta.
(Christoph Fuchs)
Anmerkung
1
"Geteiltes Deutschland: Modernisierung. Bundesrepublik im Wandel. Tourismus", Lebendiges Museum online, Deutsches Historisches Museum, https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/tourismus.html (aufgerufen 26.6.2026)





















































![S-3111, Achille Villani & Figli, "Ravenna. [Sar]cofagi che [la] tradizione [at]tribuiva [a Galla Pla]cidia, mer[avi]glio[samen]te i[ll]uminati. La lune[tta mostra s]una gra[ticola e il] martir[e S. Lorenzo]", 1950er](/y/images/Hauptansichten/S_3111_full.jpg)

