"Fiesole (Firenze) – Anfiteatro romano"
Gelatinesilberabzug
rückseitiger Stempel
Aufnahme aus einem Konvolut touristischer Fotografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, herausgegeben von italienischen Tourismusverbänden. Für die Bewerbung des Reiselandes wurden häufig hochwertige Arbeiten namhafter Ateliers genutzt, wie etwa der Brüder Alinari. Mit dem westdeutschen Wirtschaftswunder der 1950er Jahre wandelten sich diese Sehnsuchtsbilder zur Realität: Steigender Wohlstand und mehr Freizeit machten den Urlaub zum Statussymbol. Italien, insbesondere die Riviera und die Adria, wurde zum Sehnsuchtsort Nummer eins. Mitte der 1950er Jahre reisten bereits 4,5 Millionen Deutsche über die Alpen – der Beginn des modernen Massentourismus.1
Das Römische Theater in Fiesole ist ein bedeutendes Zeugnis der antiken Architektur in der Toskana. Die im späten 1. Jhd. v.u.Z. errichtete und unter den Kaisern Claudius und Septimius Severus erweiterte Anlage nutzt die natürliche Hanglage des Geländes nach griechischem Vorbild. Das gut erhaltene Halbrund der Zuschauerränge (Cavea) bot einst Platz für bis zu 3.000 Personen und ist direkt in den Fels gehauen. Im Hintergrund des archäologischen Areals erheben sich das im frühen 20. Jhd. errichtete Museo Bandini sowie der markante, zinnenbewehrte Campanile der Kathedrale San Romolo aus dem 13. Jhd.
(Christoph Fuchs)
Anmerkung
1
"Geteiltes Deutschland: Modernisierung. Bundesrepublik im Wandel. Tourismus", Lebendiges Museum online, Deutsches Historisches Museum, https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/tourismus.html (aufgerufen 26.6.2026)





















































![S-3111, Achille Villani & Figli, "Ravenna. [Sar]cofagi che [la] tradizione [at]tribuiva [a Galla Pla]cidia, mer[avi]glio[samen]te i[ll]uminati. La lune[tta mostra s]una gra[ticola e il] martir[e S. Lorenzo]", 1950er](/y/images/Hauptansichten/S_3111_full.jpg)

