"Comacchio (Ferrara). Trepponti"
Gelatinesilberabzug
rückseitiger Stempel
Aufnahme aus einem Konvolut touristischer Fotografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, herausgegeben von italienischen Tourismusverbänden. Für die Bewerbung des Reiselandes wurden häufig hochwertige Arbeiten namhafter Ateliers genutzt, wie etwa der Brüder Alinari. Mit dem westdeutschen Wirtschaftswunder der 1950er Jahre wandelten sich diese Sehnsuchtsbilder zur Realität: Steigender Wohlstand und mehr Freizeit machten den Urlaub zum Statussymbol. Italien, insbesondere die Riviera und die Adria, wurde zum Sehnsuchtsort Nummer eins. Mitte der 1950er Jahre reisten bereits 4,5 Millionen Deutsche über die Alpen – der Beginn des modernen Massentourismus.1
Die Ponte dei Trepponti in Comacchio ist ein außergewöhnlicher und sehr bekannter Brückenbau. Das im Jahr 1634 vom Architekten Luca Danese errichtete Bauwerk diente ursprünglich als befestigtes Stadttor und strategischer Knotenpunkt im Kanalsystem. Die monumentale Brücke aus Backstein und istrischem Marmor überspannt eine Kreuzung von vier Kanälen, die sich unter ihrem großen Zentralbogen vereinen. Charakteristisch sind die zwei markanten, quadratischen Wachtürme an den Flanken und die fünf breiten Treppenaufgänge, die den Zugang aus verschiedenen Stadtvierteln ermöglichen. Das Bauwerk gilt als das unbestrittene Wahrzeichen der von Kanälen durchzogenen Lagunenstadt Comacchio.
(Christoph Fuchs)
Anmerkung
1
"Geteiltes Deutschland: Modernisierung. Bundesrepublik im Wandel. Tourismus", Lebendiges Museum online, Deutsches Historisches Museum, https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/tourismus.html (aufgerufen 26.6.2026)





















































![S-3111, Achille Villani & Figli, "Ravenna. [Sar]cofagi che [la] tradizione [at]tribuiva [a Galla Pla]cidia, mer[avi]glio[samen]te i[ll]uminati. La lune[tta mostra s]una gra[ticola e il] martir[e S. Lorenzo]", 1950er](/y/images/Hauptansichten/S_3111_full.jpg)

