"Maxl Heuriger"
Gelatinesilberabzug auf Baryt, Selenium getont
rückseitig betitelt, datiert, numeriert und signiert (Bleistift)
Der Anwalt und Kunstsammler Martin Maxl lud zu einem Fest beim Heurigen, von dem man, wie er mir erzählte, einen schönen Blick auf Wien habe. So nahm ich meine 4×5-Inch-Kamera mit und baute sie auf. Als es plötzlich zu regnen begann, ließ das die Gäste ins Innere flüchten. Ich aber schützte meine Kamera mit einem Regenschirm und belichtete relativ lange Wiens Panorama bei Nacht. Inzwischen hatte sich der Regen verzogen. Der Gastgeber kehrte auf meine Bitte mit einigen Freundinnen und Freunden in den Garten zurück, ich öffnete wieder den Verschluss, und so konnte ich die Gäste einzeln mit dem computergesteuerten Sensorblitz, der bei einer bestimmten Blende immer die richtige Lichtmenge abgibt, aus nächster Nähe belichten. So habe ich viele Belichtungen auf einem Negativ vereint.
(Fritz Simak, aus dem Buch: Fritz Simak, Photographs in the Key of Life, Salzburg 2025, S. 315)
