"Streichenkirche, Schleching"
Gelatinesilberabzug
rückseitig betitelt, Künstler-Copyright-Stempel und Archivnummer (1692/61)
Nikolai Molodovsky dokumentierte über mehrere Jahrzehnte hinweg das Alltagsleben in Bayern, insbesondere im Chiemgau und in Ober- und Niederbayern. Nach seiner Emigration aus Russland und der Übersiedlung nach Prien am Chiemsee im Jahr 1933 arbeitete er als freier Fotograf und schuf ein umfangreiches Werk zwischen den 1950er und 1970er Jahren. Seine Aufnahmen zeigen ländliche Arbeit, Handwerk, Brauchtum, Feste, Mobilität und den sozialen Wandel der Nachkriegszeit sowie Landschaften, Kirchen und Porträts regionaler Künstler.
Molodovskys Fotografien zeichnen sich durch eine dokumentarische, zugleich respektvolle und einfühlsame Sicht auf die Menschen aus. Seine Bilder halten unspektakuläre, oft flüchtige Momente fest und erzählen vom Alltag und den Lebensbedingungen einer Zeit im Wandel. Das rund 69.000 Aufnahmen umfassende Archiv – bestehend aus Schwarzweiß-Negativen, Farbdias und Abzügen – wird heute in der Bayerischen Staatsbibliothek bewahrt und stellt eine bedeutende visuelle Quelle zur bayerischen Nachkriegsgeschichte dar.1
(Christoph Fuchs)
Anmerkung
1
Zusammenfassung des Essays von Katharina Wohlfart, "Eisgeher, Glasbläserinnen und zahlreiche VW-Käfer", Magazin der Bayrischen Staatsbibliothek (BSB), 7/2023, S. 34–38. https://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2023-2/Bibliotheksforum_Bayern_Magazin_2_23_WEB_Metadaten.pdf






























![S-2961, Nikolai Molodovsky, "Wandfresken – Kirche am ... [unleserlich]", 1961](/y/images/Hauptansichten/S_2961_full.jpg)
















