ohne Titel
Video Nr. 18
Video (DVD), 13 Min. Loop
Assistent: Alexander Wolff, digital-editing: Bernharf Riff
signiert und datiert auf DVD, Zertifikat vorhanden
Im Video Nr. 18 ist der Künstler selbst zu sehen, wie er versucht mit Stoffen, die für das Chroma-Keying verwendet werden, ein Patchwork, ein geometrisches Bild zu arrangieren, sich durch die Tücher windet und zu keinem Ende kommt. Alle 60 Sekunden wird eine der Farben mittels der Chroma-Key-Videotechnik ausgeblendet und durch die Farbe Weiß ersetzt. So gelingt es Zobernig herkömmliche Kompositions- und Sehweisen durch ein antihierarchisches, netzartiges Muster zu ersetzen. Streifen werden zu einer Art Körpergemälde, das die Figur teilt und fragmentiert.
Zobernig verwendet für diese und auch andere Arbeiten funktionale Textilien, die als Hintergründe in der Film und TV-Welt Verwendungfinden. Die farbigen Hitech-Stoffe werden für das sogenannte Chroma-Keying (früher Bluebox-Verfahren) verwendet um Personen im Film freizustellen und vor fiktivem Hintergrund wieder einzusetzen oder live Hintergründe im Fernsehen (zum Beispiel Nachrichtensendungen) einzublenden.
"Zobernig stellt mit Elementen, die traditionell Kunstwerke definieren, die Frage nach dem was die Institution Kunst konstituiert, nach dem Kontext und seinen Grenzen, nach der gesellschaftlichen Funktion von Kunst." Dirk Snauwaert, Kunstverein München, 1999.
(Christoph Fuchs und Galerie Meyer Kainer, Wien)
