"Pergamonaltar, Alkyoneus, Detail"
2. Jhd. vor Chr., Pergamonmuseum Berlin
Gelatinesilberabzug, Selenium getont
rückseitig signiert, datiert, betitelt und nummeriert (Bleistift)
A prima vista meint man hier einen Engel vor sich zu haben, es handelt sich allerdings um den Giganten Alkyoneus. Durch Verwitterung präsentiert sich uns heute der Pergamonaltar gänzlich anders als zur Entstehungszeit vor über 2200 Jahren. Zu dem wurde mit körnigem Filmmaterial gearbeitet, um dem gesamten Bild eine einheitliche Struktur zu geben und, neben dem sorgfältigst gewählten Ausschnitt, so eine gewisse – vom ursprünglichen Kontext gelöste – zeitlose Form zu erreichen.
(Fritz Simak)
Der Pergamonaltar ist ein monumentaler Altar – mehr als 30 Meter breit und tief – der unter König Eumenes II. in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. auf dem Burgberg der kleinasiatischen Stadt Pergamon errichtet wurde. Seine Teilrekonstruktion mit den originalen Friesen befindet sich heute im Berliner Pergamonmuseum. Es handelt sich um eines der bedeutendsten erhaltenen Kunstwerke des Hellenismus, wenn nicht der griechischen Antike insgesamt. Den Sockel schmückte ein Hochrelief, das den Kampf der Giganten gegen die griechischen Götter darstellt. Auf der sich zuerst darbietenden Ostseite waren fast alle wichtigen olympischen Götter versammelt. Auffällig ist dabei, dass der gigantische Gegner der Göttin Athene, Alkyoneus, in Haltung und Darstellung dem Laokoon sehr ähnelt.
Alkyoneus wird als Sohn der Gaia und des Blutes des Uranos, das bei seiner Entmannung auf Gaia fällt, genannt.
In der Bibliotheke ist Alkyoneus unsterblich, solange er sich in seinem Geburtsland aufhält. Folglich schaden ihm die Pfeile des Herakles in der Gigantomachie nicht, bis ihn dieser aus Pallene wegschleppt. Er wird von Herakles mit einem Pfeil verwundet, als er versucht, die himmlische Götterwohnung zu stürmen. Durch die Verwundung stürzt er auf die Erde herab, gewinnt durch diese Berührung mit seiner Mutter Gaia aber neue Kräfte und geht von neuem gegen die Götter vor. Wieder trifft ihn der Pfeil des Herakles, doch packt ihn dieser auf Anraten der Athene gleich nach dem erneuten Sturz, zieht ihn aus seiner Heimatstadt heraus und entzieht ihm so die Quelle seiner Kraft, woraufhin er stirbt.
(wikipedia)

