"Musen auf dem Pegasus, Wiener Staatsoper"
Gelatinesilberabzug auf Baryt
vorderseitig signiert (Tinte), rückseitig betitelt und datiert (Tinte)
Bekanntheit erreichte die österreichische Fotografin Christine de Grancy vor allem mit ihrer jahrelange Tätigkeit im Burgtheater als Bühnenfotografin. Außerdem fertigte sie zahlreiche Aufnahmen in Tunesien, Tibet, Niger und der Westsahara. Neben ihrer Arbeit für Magazine wie Stern und Vogue veröffentlichte sie auch mehrere Bücher.
Bekannt war de Grancy aber auch für ihre Aufnahmen von Wien, die etwa im 2021 veröffentlichten Buch Über der Welt und den Zeiten festgehalten wurden. Ihre "Götterbilder" fingen etwa die zahlreichen Statuen der Stadt ein, wobei sie diese bei "Exkursionen ins habsburgische Disney Land" aufgespürt habe, wie Mercedes Echerer aus einem Gespräch mit der Fotografin erzählt. Eine enge Verbindung hatte de Grancy auch zu Universalkünstler André Heller, mit dem sie mehrere Bücher veröffentlichte. Er lobte im Rahmen einer Ausstellungseröffnung im Wiener WestLicht vor etlichen Jahren ihre "unösterreichische Neugierde auf die Welt".1
Auf den beiden Postamenten oberhalb der Loggia an der Fassade der Wiener Staatsoper zum Ring steht je ein Pegasus, geritten von der Göttin Muse. Geschaffen wurden wie beiden Skulpturen vom Bildhauer Ernst Julius Hähnel (1811–1891). Zwei ursprünglich für diesen Platz hergestellte Pegasusfiguren von Vinzenz Pilz, der auch die Quadrigen am Dach des Parlaments schuf, erwiesen sich als zu monumental, wurden im April 1870 wieder entfernt und nach Philadelphia in den Vereinigten Staaten verkauft.2
(Christoph Fuchs)
Anmerkungen
1
Der Standard, "Österreichische Fotografin Christine de Grancy 82-jährig gestorben", 21.3.2025, https://www.derstandard.at/story/3000000262402/214sterreichische-fotografin-christine-de-grancy-82-j228hrig-gestorben (aufgerufen 3.2.2026)
2
Wien Geschichte Wiki, https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Staatsoper_(Geb%C3%A4ude) (aufgerufen 3.2.2026)

