"The fire hydrants are open during the summer heat. Harlem, New York"
pigmentbasierter Tintenstrahldruck
vorderseitig signiert und numeriert (Bleistift), rückseitig signiert (Bleistift) und Copyrightaufkleber
Leonard Freed wurde 1929 in Brooklyn, New York, als Sohn jüdischer Arbeitereltern osteuropäischer Abstammung geboren und wollte zunächst Maler werden. Als er jedoch 1953 in den Niederlanden mit dem Fotografieren begann, entdeckte er seine Leidenschaft für dieses Fach. Nach Reisen durch Europa und Nordafrika kehrte er 1954 in die Vereinigten Staaten zurück und studierte im „Designlabor“ von Alexei Brodovitch. 1958 zog er nach Amsterdam und fotografierte die dortige jüdische Gemeinde. Dieses Anliegen verfolgte er in zahlreichen Büchern und Filmen weiter, wobei er die deutsche Gesellschaft und seine eigenen jüdischen Wurzeln untersuchte. Sein Buch über die Juden in Deutschland wurde 1961 veröffentlicht, Made in Germany über das Nachkriegsdeutschland erschien 1965. Ab 1961 arbeitete Freed als freiberuflicher Fotograf und begann, viel zu reisen. Er fotografierte schwarze Bürger in Amerika (1964-1965), Ereignisse in Israel (1967-1968), den Jom-Kippur-Krieg 1973 und die Polizei von New York City (1972-1979). Außerdem drehte er vier Filme für das japanische, niederländische und belgische Fernsehen.
Zu Beginn von Freeds Karriere kaufte Edward Steichen, der damalige Direktor für Fotografie am Museum of Modern Art, drei seiner Fotografien für das Museum. Steichen sagte zu Freed, er sei einer der drei besten jungen Fotografen, die er je gesehen habe, und forderte ihn auf, Amateur zu bleiben, da die beiden anderen damals kommerzielle Fotografie betrieben und ihre Arbeit uninteressant geworden war. „Am besten“, riet er, “werden Sie Lastwagenfahrer.“
Freed wurde 1972 Mitglied von Magnum. Seine Berichterstattung über die amerikanische Bürgerrechtsbewegung machte ihn zunächst berühmt, aber er verfasste auch wichtige Essays über Polen, die asiatische Einwanderung in England, die Ölförderung in der Nordsee und das Spanien nach Franco. Die Fotografie wurde für Freed zum Mittel der Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Gewalt und Rassendiskriminierung.
Leonard Freed ist am 30. November 2006 in Garrison, New York, gestorben.
(Magnum Photos)

