"Les Géants, Camargue"
Gelatinesilberabzug
vorderseitig signiert (Tinte), rückseitig betitelt, datiert, numeriert und signiert (Tinte)
„La Camargue est un théâtre sauvage où la lumière écrit ses propres poèmes.“
(Die Camargue ist ein wildes Theater, in dem das Licht seine eigenen Gedichte schreibt.)
Lucien Clergue: Née de la vague, Éditions du Chêne, 2004
Der französische Fotograf Lucien Clergue war bekannt für seine erotische, aber nie voyeuristische Aktfotografie. In dieser Arbeit verschmelzen Natur und Körper, Erotik und Landschaft, Mensch und Element auf poetische Weise. Die liegenden Körper werden zu „gigantischen“ Naturformen, wie Hügel oder Wellen. Diese bewusste Verunklärung des Maßstabs ist zentrales Thema der Arbeit. Licht und Schatten betonen die Rundungen und schaffen eine beinahe surrealistische, abstrakte Wirkung. Die drei Frauenkörper liegen in der Brandung an einem Strand der Camargue, werden vom Licht und den Wellen modelliert. Die Region selbst wirkt wie ein Mitgestalter und nicht nur als Schauplatz.
Clergue wurde 1934 in Arles geboren, einer Stadt am Rand der Camargue. Die Region war für ihn nicht nur geografischer, sondern emotionaler und kultureller Bezugspunkt. Er sprach oft von der Camargue als einem Ort von Wildheit, Sinnlichkeit und Spiritualität.
(Christoph Fuchs)

