Gelatinesilberabzug
Die großartige französische Fotografin Sabine Weiss gilt als die letzte Vertreterin der französischen humanistischen Schule der Fotografie, zu der Fotografen wie Robert Doisneau, Willy Ronis, Édouard Boubat, Brassaï und Izis gehören. Bis ins hohe Alter von über 90 Jahren war sie aktiv und schuf ikonische Werke vor allem in Frankreich und insbesondere in Paris.
Um 1952 kam Sabine Weiss auf Empfehlung von Robert Doisneau zur Agentur Rapho. Ihr persönliches Werk wurde in den Vereinigten Staaten sofort von der Kritik gewürdigt und erhielt Ausstellungen in den renomiertesten Museen. Drei ihrer Fotografien wurden 1955 von Edward Steichen für die berühmte Ausstellung „The Family of Man“ im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) ausgewählt, und Weiss erhielt langfristige Verträge mit dem New York Times Magazine, Life, Newsweek, Vogue, Point de vue-Images du monde, Paris Match, Esquire und Holiday. Von dieser Zeit an bis in die 2000er Jahre arbeitete Sabine Weiss für die internationale illustrierte Presse sowie für zahlreiche Institutionen und Marken, wobei sie nahtlos von Reportagen zu Modestrecken und von Werbung zu Porträts von Prominenten oder sozialen Themen überging. (Christoph Fuchs)
